Entwicklung der Bundesliga Tickets

Die Bundesliga ist die höchste Spielklasse des Fußballs in Deutschland. Sie wurde mit der Saison 63/64 erstmalig eingeführt und hat sich seit dem zu der spannendsten Fußballliga im europäischen Raum entwickelt. Die Stadien in Deutschland gehören zu den größten und modernsten der Welt. Diese Stadien in Deutschland sind mitverantwortlich für den Boom der letzten Jahre. Die meisten wurden ab 2000 im Zuge der Fußballweltmeisterschaft, die im Jahr 2006 in Deutschland ausgetragen wurde, vergrößert, modernisiert oder auch neu gebaut worden.

Doch auch nach der Fußballweltmeisterschaft riss der Boom nicht ab. In der Saison 16/17 kamen rund 12,7 Millionen Zuschauer zu den Bundesligaspielen. Das sind durchschnittlich 41500 Zuschauer pro Spiel verteilt auf 324 Spielpartien. Aufgrund der Situation, dass die Stadien mit immer mehr Sitz- und Logenplätzen ausgestattet werden und somit auch immer weniger Stehplätze zur Verfügung stehen, wird es immer schwieriger an Bundesliga Tickets zu kommen, um ein Spiel mal live verfolgen zu können. Oftmals sind die Bundesliga Tickets der Spitzenclubs bereits schon weit vor Saisonbeginn ausverkauft.

Durch den Umbau der Stadien, es werden immer mehr Stehplätze zu Sitzplätzen umfunktioniert. Dadurch wird die Ticketsituation immer weiter verschärft. So ist es rein rechnerisch so, dass man statistisch gesehen, genauso gut im Lotto gewinnen kann, wie Erfolg zu haben, bei Start des Ticketverkaufs ein heißbegehrtes Ticket zu bekommen.

Aber wie ist es möglich, dass die Fans trotzdem an ihre Tickets gelangen? Die Antwort heißt, dass man sich die begehrten Tickets vom sogenannten Zweitmarkt erwerben kann. Dieses geschieht ganz legal über sogenannte Online-Anbieter wie zum Beispiel tickets1a, viagogo oder seatwave. Diese Anbieter bieten in der Regel in Zusammenarbeit mit den Vereinen Tickets an, um sie Online weiter zu verkaufen. Bei den Bundesliga Tickets ist es leider nicht so, dass die Nachfrage das Angebot regelt. Eher ist es so, dass es zu wenig Karten auf dem Markt gibt, um die Nachfrage zu stillen. Auch die Vergrößerung der Stadien hat nicht gereicht.

Schwierigkeiten Bundesliga Tickets zu bekommen

So ist die momentane Situation bei Bayern München zum Beispiel so, das dem Verein rund 250.000 Mitglieder angehören. Zu dieser Riesen Menge an Mitgliedern kommen dann noch einmal rund 3.700 offizielle Fanlubs. Diese Clubs haben eine Mitgliederzahl von etwa 300.000. Die Allianz Arena in München hat eine Kapazität von 75.000 Zuschauer. Wenn man jetzt Jahreskarten und Logen, Gästekontingent, Fanclubprogramm und Vertragskarten abzieht, gibt es dann nur noch rund 18.000 Tageskarten, die auf dem freien Markt zum Verkauf angeboten werden. So ist es in jedem Bundesligaclub so, dass er wesentlich mehr Karten verkaufen kann, als es möglich ist, Zuschauer im Stadion unterzubringen.

Zum einem bleibt natürlich die Möglichkeit, mich einem der zahlreichen Fanclubs anzuschließen. Einem Fanclub steht ein bestimmtes Kontingent an Bundesliga Tickets zur Verfügung, die an ihre Mitglieder verkauft werden. Aber nicht jedem liegt eine Mitgliedschaft bei einem Fanclub. Die meisten wollen natürlich nicht nur ihr Kontingent an Karten verkaufen, sondern es werden auch viele Aktivitäten angeboten, die manchmal auch verpflichtend sein können. Wenn man sich also gegen solch einen Fanclub entscheidet, muss man trotzdem nicht auf ein Bundesliga Ticket verzichten. Vermeiden sollte man es allerdings, inoffizielle Ticketbörsen sowie private Verkäufe zum Beispiel über ebay oder ebay Kleinanzeigen zu nutzen. Drastisch sieht die Situation teilweise finanziell auf dem Zweitmarkt aus.

Je nach Attraktivität des Spiels werden dort ebenfalls hunderte von Euro für Tickets verlangt. Tickets für Spiele des FC Bayern München zum Beispiel können auf den bekannten Zweitmarktportalen fast immer ein Mehrfaches des Originalpreises sein. Der Besuch eines Spieles ist somit im Laufe der Jahre zu einem regelrechten Luxusvergnügen geworden. Planen sie ihren Besuch eines Spieles vernünftig. Wer kurzfristig meint, noch Tickets zu vernünftigen Preisen zu bekommen, liegt leider falsch, da die Preise kurz vor einem Spiel noch einmal in die Höhe schnellen. Manchmal ist es auch möglich, über Unternehmen an die Karten zu gelangen. Oftmals werden sie intern ausgeschrieben. So dass man darüber die Möglichkeit hat an die Karten zu gelangen.

Die Zweitmarktportale bieten eine gute Alternative zu den offiziellen Verkaufsstellen, um doch noch an die begehrten Tickets zu kommen. Auch kann man mit ein bisschen Zeit auch noch zu fairen Preisen bei diesen Portalen kaufen. Aber auch auf anderen Portalen sollte man darauf achten, humane Preise zu bezahlen, nicht jeder Preis ist gerechtfertigt.